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AK Fledermausschutz (verbandsübergreifend)

 

Fledermäuse – einzigartige, faszinierende Flugkünstler der Nacht – besiedeln seit mehr als 50 Millionen Jahren die Erde. Sie sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Die europäischen Arten ernähren sich von Insekten. Um sich in der Dunkelheit zu orientieren, verwenden Fledermäuse ein auf Ultraschall basierendes Echolotsystem.
Fledermausschutz ist heute in unserer stark belasteten Umwelt dringend erforderlich, um das Überleben dieser nützlichen Säugetiergruppe zu sichern. Der dramatische Rückgang der Fledermausbestände in Mitteleuropa und die akute Gefährdung der meisten Arten machen Schutzmaßnahmen notwendig.
Alle europäischen Fledermausarten sind im Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgeführt und damit von gemeinschaftlichem Interesse und streng zu schützen. In Deutschland sind 23 Fledermausarten heimisch.

Gefährdungsfaktoren
Graues Langohr (Foto: Rolf Klenk)Fledermäuse werden durch das Wirken des Menschen gefährdet und dies, obwohl die wenigsten Menschen sie tatsächlich bewusst wahrnehmen. Verschiedene Ursachen sind für den Rückgang unserer Fledermäuse verantwortlich:
– der Einsatz von Insektiziden führt zu Verringerung und Giftbelastung ihrer Nahrung
– großflächige Intensivierung der Landwirtschaft
– verkürzte Umtriebszeiten im Forst und die damit verbundene Reduktion von Alt- und Totholz im Wald (Rückgang von Quartierangebot und Nahrungsgrundlage)
– Verlust von Quartieren für Gebäude bewohnende Fledermausarten durch Renovierung, Isolierung und Abriss alter Gebäude
– lokal hohe Mortalitätsraten an Windkraftanlagen und durch Straßenverkehr
– Störungen in Winterquartieren (Geocache, Höhlentourismus).

Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz der nach §63 anerkannten Verbände * BUND * GNOR * NABU * POLLICHIA *
Fledermausschützer nach der Kontrolle von Winterquartieren (1996)Der Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz (www.fledermausschutz-rlp.de) ist ein verbandsübergreifender Zusammenschluss von Mitgliedern der anerkannten Naturschutzverbände BUND, GNOR, NABU und POLLICHIA und weiterer Privatpersonen. Er besteht seit 1997 und hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese kleine, vom Aussterben bedrohte Tiergruppe und ihre Lebensräume zu erhalten. Hauptaufgaben sind Bestandserfassungen, Sicherung von Winterquartieren und Öffentlichkeitsarbeit.
Derzeit weist der Arbeitskreis ca. 80 aktive Mitarbeiter auf. Bis zu drei ehrenamtliche Sprecher vertreten den Arbeitskreis nach außen und leiten zusammen mit einem achtköpfigen Beirat die Geschäfte. Im Beirat sind Vertreter der vier tragenden Verbände, der Bereiche SGD Nord und Süd, ein Öffentlichkeitsreferent, eine Jugend- und Ausbildungsreferentin und ein Kassenwart vertreten. Jährlich findet eine Mitgliederversammlung in Zusammenhang mit einer Fachtagung statt.

Vertreter der GNOR im Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz ist
Rolf Klenk, Mittelpfad 9, 56377 Nassau
Tel.: (02604) 5349, rolfklenk[at]t-online.de

Unsere Arbeitsschwerpunkte sind:
– Kontrolle und Säuberung der Wochenstuben
– Beratung von Behörden und Vertretern der Kirchen bei Umbauten von Gebäuden, Kirchen und bei weiteren Maßnahmen zum Fledermausschutz
– Säubern und Kontrollieren von Nistkästen
– Beratung von Privatleuten bezüglich Fledermäuse
– Öffentlichkeitsarbeit in Form von Vorträgen und Exkursionen
– Abholen von verletzten oder geschwächten Fledermäusen
– Erfassung von Fledermäusen in Winterquartieren, Wochenstuben und Nistkästen