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Die GNOR im SWR-Fernsehen

Am 6.7.2017 wird / wurde in der Landesschau Rheinland-Pfalz ab 18:45 Uhr ein Beitrag zum Thema „Rückgänge in der Vogelwelt“ ausgestrahlt, bei dem auch der Geschäftsführer der GNOR, Michael Schmolz, ausführlich zu Wort kommt. Alle, die den Betrag nicht sehen können oder nicht gesehen haben, aber sich gerne noch anschauen möchten, können den Beitrag hier aufrufen. Sie werden dann zum Angebot des SWR weitergeleitet. 

Abschied von „Gudensburg“

Vergangene Woche mussten wir leider unsere flüchtige Stute Gudensburg, die viele Jahre in diversen Projekten der GNOR treu mitgewirkt hat, mit einem Schuss töten.
Uns ist dieser Schritt sehr, sehr schwer gefallen. Jeder, der uns kennt, weiß, wie sehr wir an jedem einzelnen Tier hängen und besonders an der Gudensburg! Wie lange und sorgfältig haben wir nach anderen Lösungen gesucht, diese besprochen und diskutiert – und mussten sie dann doch leider wieder verwerfen. Kein Fall in unseren Beweidungsprojekten hat uns so sehr mitgenommen und auch emotional belastet. Kein Tierfreund tötet ohne große Not ein Tier. Aber letztlich gab es aus unserer Sicht keine andere Möglichkeit, als die Gudensburg zu schießen.
Sie hielt sich seit Ende Mai und damit über drei Wochen außerhalb des Gatters unseres Beweidungsprojekt in Oberdiebach auf. Unbekannte hatten ein Tor nicht ordnungsgemäß geschlossen und das nutzte ein Teil unsere Herde, um die Welt außerhalb des Bischofhubs zu erkunden. Der größte Teil der ausgebrochenen Herde konnte nach kurzer Zeit problemlos wieder eingefangen und ins Projekt zurückgeführt werden. Nur bei der Gudensburg gelang dies leider nicht. Mehrere Versuche mit Anlocken, mit Fanggatter und auch mit einer eigens auf den Hirtenborner Wiesen gestellten Lockherde scheiterten. Zwischenzeitlich hatte sich die Gudensburg auch immer häufiger sehr weit weg von den Wiesen am Hirtenborn entfernt und wurde bereits an größeren Straßen gesehen, was ein schnelles Handeln immer dringender machte. Ein großes Problem bei dieser Stute war, dass sie sich sehr scheu und nervös verhielt und in für sie bedrohlichen Momenten unberechenbar bis panisch reagierte. Sie war insgesamt also schwer zu handhaben und war aus diesem Grund auch für ein derartiges Projekt nicht richtig geeignet. Erschwerend kam hinzu, dass sie eine Toleranz gegen das Betäubungsmittel zeigte, ein wichtiges Mittel, um Huftiere zu sedieren, also ruhig zu stellen bzw. zu betäuben. Bereits 2015 hätte die Gudensburg für eine akute Hufbehandlung sediert werden sollen. Dem Tierarzt gelang dies trotz einer Überdosierung nicht. Eine erneute Betäubung schied also im aktuellen Fall aus. Außerdem hat sich aus der akuten Hufentzündung letztendlich eine chronische Huferkrankung entwickelt, die bei einem solchen Pferd nicht zu behandeln ist.
Nach dem Ausbruch und den gescheiterten Fangversuchen bestand nun die große Gefahr, dass sich die Gudensberg in den Bereich von Straßen und dergleichen bewegt und dort nicht nur sich, sondern auch Menschen gefährdet. Nach nochmaliger Abstimmung mit dem Tierarzt und den zuständigen Veterinären auch über die Möglichkeiten des Sedierens und die voraussichtlichen Heilungschancen der Stute, haben wir uns letztlich schweren Herzens für diesen Schritt entschieden.
An dieser Stelle möchten wir uns auch bei allen Helferinnen und Helfern sehr herzlich bedanken, die in den letzten Tagen und Wochen mit Rat und Tat zu Seite standen und sich unendlich hilfsbereit zeigten. Uns wurde viel Verständnis entgegengebracht. Es war ein gutes Gefühl, sich einer so großen Unterstützung sicher sein zu dürfen. Bei allen, die über unser Handeln nun doch enttäuscht oder gar entsetzt sind, bitten wir um Verständnis.

Zweites „Luchs-Fest“ des NaturErlebnisZentrums Wappenschmiede war ein voller Erfolg

Begrüßung durch Umweltministerin Höfken (Foto: F. Reinhard)

Am 9. Juni fand das zweite „Luchs-Fest“ des NaturErlebnisZentrums Wappenschmiede der GNOR e.V. (NEZ) in der Löwensteinhalle in Albersweiler statt. Zu Gast waren u.a. Umweltministerin Ulrike Höfken, der Vizepräsident des Biosphärenreservats Nordvogesen (Sycoparc) Rémy Bertrand, Landrätin des Kreises Südliche Weinstraße Theresia Riedmaier, der 1. Vorsitzender der GNOR Heinz Hesping, der Ortsbürgermeister von Albersweiler Herr Spieß und die Beigeordnete der Stadt Neustadt Frau Blahr.

An diesem Tag wurden auch die Ergebnisse aus dem Umweltbildungsprojekt „Luchsauge“ vorgestellt. In diesem Projekt haben zehn Schulklassen aus Neustadt/Weinstraße, Landau in der Pfalz, Kaiserslautern und den Verbandsgemeinden Annweiler am Trifels, Dahner Felsenland und Bad Bergzabern teilgenommen. Dabei lernten die Kinder nicht nur die typischen Merkmale des Luchses kennen, sondern konnten auch seine besonderen Fähigkeiten spielerisch erfahren.​

Das Projekt wurde im Rahmen des LIFE-Projektes „Wiederansiedlung von Luchsen im Biosphärenreservat Pfälzerwald und Nordvogesen“ vom NEZ Wappenschmiede aus Fischbach bei Dahn im Auftrag der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz im Schuljahr 2016/2017 bereits zum zweiten Mal überaus erfolgreich durchgeführt. Die teilnehmenden Klassen wurden an mehreren Vormittagen von den Mitarbeiterinnen der Wappenschmiede besucht und haben mit viel Spiel und Spaß so einiges über den Luchs erfahren. Die Kinder haben dieses besondere Tier schnell in Ihr Herz geschlossen und mit voller Begeisterung ihre selbstgewählten Projekte erarbeitet und schließlich an dem großen „Luchs-Fest“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach der feierlichen musikalischen Eröffnung durch die Jagdhornbläser des Kreises Südliche Weinstraße startete das Programm mit einer Begrüßung durch Sylvia Idelberger, der Leiterin des LIFE-Projekts. Auch die Umweltministerin Ulrike Höfken richtete ihre Worte speziell an die rund 200 teilnehmenden Kinder. Heinz Hesping, der erste Vorsitzende der GNOR, stimmte die Veranstaltung endgültig mit seinem umgedichteten Lied „Luchs du hast die Gans gestohlen“ ein und zog so die Kinder auf seine Seite. Als gemeinsamen Start sangen und tanzten alle Kinder zusammen das Lied „Zwei kleine Luchse“.

Die Grundschule Bruchweiler-Bärenbach eröffnete die Darbietungen mit ihrem gelungenen Theaterstück „Die drei Freunde“, das eine Geschichte über einen im Pfälzwald ausgesetzten Luchs erzählte. Der Rap „Ohren gespitzt, der Luchs ist zurück“ von der Grundschule Horstring aus Landau, machte auf die Wiederansiedlung und die aktuelle Lage des Luchses aufmerksam. Eine weitere musikalische Einlage brachte die Grundschule Hauenstein mit einem Luchstanz. Die Grundschule Albersweiler hatte eine „Sendung mit dem Luchs“ vorbereitet. Unter anderem wurden Kurzfilme zum Thema Merkmale und Gefahren gedreht und die neusten Informationen als Nachrichten mittgeteilt. Die Parallelklasse aus Landau überzeugte mit einem Theaterstück zum Thema „Luchsbegegnung“. Eine „Tierversammlung“ hielten die Kinder der Dr. Albert-Finck-Schule Neustadt-Hambach ab. Sie präsentierten die vielen verschieden Tiere, die im Wald leben und den Luchs wieder in seiner Heimat willkommen heißen. Als gelungenen Abschluss hatte die Parallelklasse aus Neustadt-Hambach ein Luchs-Gedicht einstudiert.

Die Kinder waren bereits zu Projektbeginn Feuer und Flamme für den Luchs. Mit viel Liebe haben einige neben Ihren tollen Bühnenauftritten auch Stände zum Anschauen, Rätseln und Erleben rund um den Luchs gestaltet. Dort präsentierte u.a. die Klasse 10 BO der Realschule Plus aus Bad Bergzabern ihre selbst gebastelten Holzpuzzles zum Thema Luchs. An zwei weiteren Ständen konnten Luchse in Form von leckeren Plätzchen verzehrt werden. Hier waren schnell nur noch Krümel zu finden.

Alles in allem war das Luchs-Fest eine gelungene Veranstaltung und die Mitarbeiterinnen des NaturErlebnisZentrums Wappenschmiede freuen sich bereits auf den nächsten Durchgang des Umweltbildungsprojektes „Luchsauge“ im Schuljahr 2017/2018. ​

Für das nächste Schuljahr werden noch teilnehmende 3. oder 4. Klassen im Biosphärenreservat gesucht. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiterinnen der Wappenschmiede unter (06393) 993406 oder per mail an info@wappenschmiede.de.

Theresa Rohrbacher & Leonie Turnwald

Großer Vogel-Tag am 11.6.17 im Naturerlebniszentrum

Das Rotkehlchen wird ziemlich sicher auf den Exkursionen zu hören und zu sehen sein (Foto: M. Schmolz)

Vogelfreundinnen und Vogelfreunde aufgepasst! 

Am Sonntag, den 11.6.2017, findet rund um das Biosphärenhaus Pfälzerwald-Nordvogesen und um das Naturerlebniszentrum Wappenschmiede der GNOR in Fischbach bei Dahn wieder ein attraktiver Vogel-Tag der GNOR mit ganztägig Programm für Jung und Alt statt. Neben Exkursionen, die von den Experten der GNOR geführt werden, gibt es einen Vortrag über die Vogelwelt von Rheinland-Pfalz des Geschäftsführers der GNOR, Michael Schmolz. Für Kinder bieten die Mitarbeiterinnen des Naturerlebniszentrums nachmittags das Basteln von Vogelmasken an. Ein Höhepunkt des Tages ist die Vorführung von Greifvögeln des Falkners Heiner Steffens. Für das leibliche Wohl sorgt das Team der Wappenschmiede der GNOR.

Die erste Exkursion startet um 8:00 Uhr, die letzt um 15 Uhr. 

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Informationsblatt, das hier abrufbar ist.

 

Freiwillige vor!

Du hast Deine Schulzeit beendet und hast Lust auf ein aktives Freiwilligenjahr im Naturschutz oder Du kennst jemanden für den das interessant sein könnte? Wir haben da was für Dich.

Praktischer Biotopschutz – Wiesenmahd im Laubenheimer Ried

Für unsere Landesgeschäftsstelle Mainz suchen wir Teilnehmer für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Start ist der 1. August. Voraussetzung ist, dass Du deine Schulpflicht beendet hast und das Du unter 27 Jahre alt bist. Die Arbeitszeit beträgt 39 Stunden in der Woche. Für das Freiwilligen-Jahr gibt es ein kleines Taschengeld von derzeit 186 €, sowie einen Verpflegungskostenzuschuss i.H.v. 103 €. Zusätzlich ist noch ein Wohnkostenzuschuss von nochmals 186 € möglich (maximal erhältst Du also einen monatlichen Betrag von 475 €).  Weitere Informationen über die GNOR und die Rahmenbedingungen des FÖJ findest Du hier oder eine aktuelle Beschreibung der Einsatzstelle direkt in unserer Einsatzstellenbeschreibung auf der FÖJ-Seite. 

Die üblichen Bewerbungsunterlagen schickst Du bitte an leitung@gnor.de oder direkt online.

Der Ökologische Bundesfreiwilligendienst (ÖBFD) bietet darüber hinaus auch älteren Interessieren die Möglichkeit einen Freiwilligendienst (auch in Teilzeit) zu leisten. Weitere Informationen dazu finden sich hier.
 

Naturschutz empört über Aussagen Wissings

Seit Jahren Thema in Mainz: Der Ausbau der A643 (Foto: M. Schmolz)

Die Aussagen von Wirtschaftsminister Volker Wissing, dass unter anderem geschützte Arten wie der Rotmilan oder die Sand-Silberscharte für Verzögerungen beim Ausbau der A 643 verantwortlich wären, haben bei der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR), beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) Mainz und Umgebung und beim Bündnis „Nix in den (Mainzer) Sand setzen“ für Empörung gesorgt. „Die Diskussionen um den Ausbau der A 643 sind einmal mehr von Irrationalität geprägt“, so Heinz Hesping, Vorsitzender der GNOR und Sprecher des Bündnisses. „Wieder einmal muss der Schutz der Natur für alle möglichen Verzögerungen, Versäumnisse und Fehlentscheidungen bei der Planung der A 643 herhalten“, befindet auch Christian Henkes, Vorsitzender des NABU Mainz und Umgebung.  

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung.

Rabenvögel nicht Schuld am Niedergang der Singvogelbestände

Rabenkrähe

Die Rabenkrähe ist anpassungsfähig und intelligent, aber bestimmt nicht Schuld am Rückgang unserer Singvögel (Foto: M. Schmolz)

Immer wieder werden die Rabenvögel ins Feld geführt, wenn es darum geht, Schuldige für den Niedergang der Singvogelbestände (und anderer Vögel) zu suchen. Leider halten sich diese Vorurteile hartnäckig und lenken ab von den wahren Ursachen.

Der Vorsitzende der GNOR, Heinz Hesping, hat deshalb wichtige Argumente, die die Problematik in ein anderes Licht rücken, zusammengetragen.  Lesen Sie bitte hier seine Argumentationshilfe und verbreiten Sie seine Inhalte. Nur durch beharrliches, fundiertes Argumentieren gegen diese haltlosen Behauptungen, können wir ein Umdenken in der Bevölkerung erreichen.

Hier geht es zum Beitrag.

GNORinfo 124

Liebe GNORianerinnen und GNORianer, 
liebe Naturschutzinteressiert
e,

einige von Ihnen werden wohl schon sehnsüchtig auf das Erscheinen unserer Vereinszeitschrift „GNOR-Info“ warten. Wir können Ihnen sagen: „Das Warten hat ein Ende“. Am vergangenen Donnerstag ist das aktuelle Heft „GNOR-Info 124“ in den Druck gegangen. In hoffentlich ein bis zwei Wochen werden dann unsere Mitglieder auch die gedruckte Ausgabe in Ihrem Briefkasten finden. Es ist wieder gefüllt mit interessanten Beiträgen aus unserer Vereinsarbeit und mit wichtigen Artikeln über aktuelle Naturschutzthemen.

Wer schon einmal einen Blick ins neue Heft (GNOR-Info 124 – Mai 2017) werfen will , der kann dies auf unserer Internetseite unter  www.gnor.de/publikationen/gnor-info/  gerne tun.

An dieser Stelle jedoch auch ein Wort in eigener Sache: Die Verzögerungen bei der Erstellung von GNOR-Info haben ihren Grund auch in der Tatsache, dass die Arbeit an unserem Heft auf immer weniger Schultern ruht. Wir würden uns hier eine deutlich größere Unterstützung durch Sie, die Mitglieder und Interessenten der GNOR, wünschen. Es gibt so viele Themen, über die berichtet werden könnte und sollte. Achten Sie daher auch auf unseren Aufruf im aktuellen Heft. Bei Interesse oder Fragen senden Sie bitte eine Email an gnorinfo@gnor.de. Wir nehmen Sie gerne in den Verteiler für den nächsten Redaktionsschluss auf.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Mauersegler trudeln erst langsam ein

Das Gros der Mauersegler hat Rheinland-Pfalz noch nicht erreicht (Foto: M. Schmolz)

Obwohl dieses Jahr –wie fast jedes Jahr – die ersten Mauersegler schon sehr früh in Rheinland-Pfalz gesichtet wurden (laut www.ornitho.de gleich mehrere Beobachtungen am 15.4. im Raum Koblenz), ist der große Einflug bisher ausgeblieben. Noch ist es weitgehend ruhig über unseren Dörfern und Städten. Schuld daran ist die vergleichsweise kühle und teilweise nasse Witterung, die kaum für Insektenflug sorgt.

Wir haben zum Thema Ankunft der Mauersegler eine Pressemitteilung verfasst, die sie hier lesen können.

Botanische Exkursion am 19.5. am Rheindeich ENTFÄLLT

Wiesensalbei – eine typische Art der Rheindeiche (Foto: M. Schmolz)

Die für den 19.5.17 (19 Uhr) vorgesehene botanische Exkursion am Rheindeich bei Heidesheim-Heidenfahrt mit Herrn Tschuck muss leider verschoben werden. Dafür bitten wir um Verständnis.

Der Ersatztermin steht allerdings noch nicht fest, wird jedoch hier bekannt gegeben. Auch die in unserem E-Mail-Verteiler enthaltenen Interessenten werden benachrichtigt. Interesse, in diesen Verteiler aufgenommen zu werden? Dann melden Sie sich bitte unter mainz@gnor.de oder unter 06131 / 671480.