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Wiedehopf und andere Vogelarten kehren früh zurück

Wiedehopf (Foto: Mathias Schäf)

Nachdem schon Anfang Februar ein Schwarzstorch (siehe unten) so früh wie nie zuvor Rheinland-Pfalz erreicht hat, kehren weitere Vogelarten ungewöhnlich früh zu uns zurück. So konnte am 7.3. bereits der erste Wiedehopf in Rheinhessen beobachtet werden und auch die erste Mönchsgrasmücke sang am heutigen Donnerstag (9.3.) in Mainz. 

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung, die hier abrufbar ist.

Schwarzstoch mit Heimweh nach Rheinland-Pfalz

GNOR: Ungewöhnlich frühe Feststellung  

Schwarzstorch - Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf

Schwarzstorch – Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf, www.living-nature.eu

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich bereits am 9.2.17 der erste Schwarzstorch in Rheinland-Pfalz blicken lassen. Er wurde an der Mosel im Bereich des Dreiecks Moseltal (Kreis Trier-Saarburg) im niedrigen Flug gesichtet. „Das ist schon außergewöhnlich früh, der hatte wohl Heimweh nach Rheinland-Pfalz“, kommentiert Michael Schmolz, Vogelkundler und Geschäftsführer der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR) die Beobachtung und ergänzt: „Das ist die früheste Beobachtung, die je in Rheinland-Pfalz gelang. Normalerweise sollten sie um diese Zeit noch in Afrika sein.“ Und dafür hat Schmolz auch handfeste „Beweise“: 2012 wurde ein in Luxemburg erbrüteter Schwarzstorch mit einem Sender versehen, der stündlich die Position des Vogels an einen Satelliten funkte. So konnte nachgewiesen werden, dass „Thibaut“, wie man den Storch dann nannte, in drei aufeinander folgenden Wintern im westlichen Nigeria überwinterte. Dort brach er zum Beispiel 2015 am 14.2. auf. „Das verdeutlicht, wie früh der jetzt gemeldete Storch dran ist“, betont Schmolz. Üblicherweise kann man dann ab Anfang/Mitte März mit durchziehenden und heimkehrenden Schwarzstörchen rechnen. „Doch viele Zugvogelarten reagieren mit Verkürzungen der Zugwege und immer früheren Ankünften auf den Klimawandel“, so der Experte. Warum also weit wegziehen, wenn man auch näher am oder neuerdings sogar im Brutgebiet überwintern kann?

Um den Schwarzstorch muss man sich auch erst einmal keine Sorgen machen, denn die derzeit herrschende milde Witterung ist nach Ansicht der GNOR geeignet, dass er in unseren Gefilden überleben kann. Es sollte aber nicht nochmals länger kalt werden mit Eis und Schnee, denn dann käme der Storch nicht mehr an seine Nahrung heran, die hauptsächlich aus Fischen, aber auch Amphibien und Wirbellosen besteht. Kurze Schlechtwetterperioden wird er aber aller Wahrscheinlichkeit nach überstehen, ist sich Schmolz einigermaßen sicher.

Schwarzstörche brüten vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz mit Schwerpunkten in der Eifel und im Ahrgebirge. Sie sind immer noch sehr selten und streng geschützt. Der Bestand in Rheinland-Pfalz wurde 2014 auf ca. 55-70 Paare beziffert. Allerdings breitet sich die Art dank der Schutzbemühungen wieder aus. Sie gilt als windkraftsensibel.

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V.i.S.d.P. und Rückfragen: Michael Schmolz, Tel.: 06131 / 67 14 82,  Mobil: 0160 96824296, michael.schmolz@gnor.de

Foto: Schwarzstorch – Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf

Siehe auch hier

GNOR-Klausur im Naturerlebniszentrum

klausur_m-schmolzAm Samstag, den 18.2.17 fand im Naturerlebniszentrum eine Klausurtagung der GNOR statt, an der v.a. Vorstände, Beiräte und Mitarbeiter teilnahmen. Bei der rund 4-stündigen Veranstaltung wurde eifrig diskutiert – v.a. auch über Öffentlichkeitsarbeit und neue Projekte. Lesen Sie hier unsere Pressemitteilung dazu. 

(Foto: Klausurtagung der GNOR; M. Schmolz)

GNOR zu Äußerungen der Kreisbauernversammlung

hase-auf-folieDer Vorsitzende der GNOR, Heinz Hesping, hat die bei der Kreisbauernversammlung am 9.2.17 geäußerte und in der AZ vom 10.2.17 zu lesende Kritik am Naturschutz („Immer neue Auflagen“)  zurückgewiesen. Er bezeichnete die Äußerungen als Manöver, um von den wahren Problemen in der Landwirtschaft abzulenken. 

Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung der GNOR.

 

Feldhase im wenig geeigneten Habitat „Folie“ (Foto: M. Schmolz)

Großes Treffen des AK Pfalz der GNOR am 11.3.17 in Hanhofen

dscn9545Am 11.3.17 findet wieder ab 18 Uhr das bereits traditionelle Treffen des AK Pfalz der GNOR statt. Neben der Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen und sich fachlich auszutauschen, sind auch wieder Vorträge geplant, die Sie dem pdf-Dokument entnehmen können, wenn Sie auf folgenden Link klicken: 170209_einladung_ak-pfalz-treffen 

Wie immer ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Das Treffen findet wie üblich  in der Vogelschutzhütte in Hanhofen (an der K 26, ist ausgeschildert und einfach zu finden) statt.  

Trotz klirrender Kälte: Frühlingsgefühle in der Vogelwelt

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Eine männliche Kohlmeise (Foto: M. Schmolz)

Trotz der gerade herrschenden Kälte regen sich bei unseren Vögeln bereits die ersten Frühlingsgefühle. Lesen Sie in unserer Pressemitteilung, welche Arten jetzt schon zu hören sind, aber auch, wem das Wetter nicht so behagt. 

Naturschutzverband schlägt Alarm. Kritik an Windkraftpolitik.

Copyright: Pixeldiversity

Foto: Sascha Rösner, Copyright: Pixeldiversity

Pressemitteilung der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR) zur 3. Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplans IV – Teilbereich Windenergie, Pressemitteilung (76 KB) vom 19.1.2017. Die Stellungnahme im Wortlaut finden Sie hier (76 KB).

Erfolg für den Naturschutz!

170117-pm-grundwasserentnahme

Die Grundwasserentnahme Sporkenheim bei Ingelheim am Rhein (Pressemitteilung v. 12.12.2016) wurde genehmigt, dennoch waren die Einwände der GNOR zu dem Genehmigungsantrag des Wasser- und Bodenverbandes Gau-Algesheim erfolgreich. Wie, das lesen Sie hier.

150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Versammlung in Halle

img_6780-kopieDie 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) findet auf Einladung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von Freitag, 29. September (Anreisetag) bis Dienstag, 3. Oktober 2017 (Exkursionen) in Halle (Saale) statt. Das Programm der Jubiläumsversammlung soll ein breites Spektrum von Themen unter dem Motto „Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft “ abdecken.

Weitere Infos unter http://www.do-g.de/  oder do-g_2017

Das Blaukehlchen (Foto: M. Schmolz) ist Wappenvogel der DO-G

Stellungnahme der Naturschutzverbände zu Plänen Dobrindts

Der Vorsitzende dstrasseer GNOR, Heinz Hesping, nahm in seiner Eigenschaft als Sprecher des Bündnisses „Nix in den (Mainzer) Sand setzen“ zum Ansinnen des Bundesverkehrsministers Dobrindt (CSU), die Klagemöglichkeiten bei Verkehrsprojekten massiv einzuschränken, wie folgt Stellung:

Die Einschränkung der Klagemöglichkeiten für Bürger und Verbände ist eine Fortsetzung der „Hauruck-Politik“ der CSU-Verkehrsminister. Nachdem zunächst Minister Ramsauer und dann Minister Dobrindt den sechsstreifigen Ausbau der gesamten A 643 per Anordnung von oben durchsetzten, soll jetzt eine Beschneidung der Rechtswege den Naturschutz weiter aushebeln. Der Bundesverkehrsminister scheint wenig Vertrauen in die Fachkompetenz seiner Behörden zu haben, wenn die Angst vor der Klage etwa von Naturschutzverbänden ihn zum Abbau rechtsstaatlicher Grundsätze verleitet. Das Bündnis sieht solchen Bestrebungen gelassen entgegen. Die Aussichten, dass Dobrindts Absichten Gesetz werden und vor dem Verfassungsgericht Bestand haben, sind gering.

Statt Rechtswege zu beschneiden sollte der Verkehrsminister besser die ideologische Ausrichtung derzeitiger Verkehrspolitik einer kritischen Prüfung unterziehen. Häufig wird zuerst mal „Ausbau, Ausbau“ gerufen, danach stellt man dann fest, dass nach dem Ausbau sich das Staugeschehen überhaupt nicht verändert hat. Es wurden zwar mehr Spuren gebaut, aber die eigentlichen Stauursachen wie hochfrequentierte Kreuze und Anschlussstellen hatte man zuvor nicht ertüchtigt. Beredtes Beispiel ist der Ausbau der A60 zwischen Kreuz Mainz-Süd und Weisenauer Brücke einschließlich Hechtsheimer Tunnel: „Steuergelder weg, Stau nicht“. Solche Ergebnisse sind Ausdruck einer Ideologie-Politik, welche als Priorität einen möglichst ungehinderten Ausbau setzt und die eigentlichen Ursachen übersieht.

Verantwortlich:

Heinz Hesping

Vorsitzender GNOR, derzeitiger Sprecher Bündnis