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GNOR-Frühjahrstagung am 11. Mai in Albersweiler

Buschwindröschen (Foto:M. Schmolz)

Die  GNOR-Frühjahrstagung steht dieses Mal unter dem Motto „Wissenschaft trifft Naturschutz“ und ist einer großen GNOR-Persönlichkeit gewidmet, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiert und in der sich beide „Disziplinen“ bereits bestens getroffen  haben: Dr. habil. Manfred Niehuis, Ehrenmitglied der GNOR. Wie kaum ein anderer  verkörpert er exakte Wissenschaft und leidenschaftlichen Naturschutz. Es ist uns wieder gelungen, ein interessantes und abwechslungsreiches Programm mit hochkarätigen Referenten auf die Beine zu stellen, das den Bogen vom Klimawandel über Vogelzug, Salamander, Käfer im Obstbau und totgeglaubte Vögel bis hin zum Naturschutz in Rheinland-Pfalz spannt. Natürlich wird auch der Jubilar gebührend gewürdigt.

Über das genaue Programm können Sie sich hier informieren. 

Die Veranstaltung findet am 11. Mai 2019 ab 9:30 Uhr in Albersweiler (Katholisches Gemeindehaus, Kirchstr. 23) statt. Eine Verpflegung zum Selbstkostenpreis wird organisiert. Da die Kapazitäten im Gemeindehaus begrenzt sind und um hinsichtlich der Verpflegung besser planen zu können, ist eine Anmeldung unter mainz@gnor.de oder Zel. 06131 / 67 14 80 erforderlich

Traditionelles Treffen des AK Pfalz am Sa., 30.3.

Beim AK-Pfalz-Treffen wird auch über ein 40-jähriges Laubfrosch-Monitoring berichtet (Foto: M. Schmolz)

Beim AK-Pfalz-Treffen wird auch über ein 40-jähriges Laubfrosch-Monitoring berichtet (Foto: M. Schmolz)

Am Samstag, den 30.3.19, findet das traditionelle Treffen des AK Pfalz der GNOR statt. Neben Vorträgen bietet sich immer auch die Möglichkeit für interessante Gespräche und fachlichen Austausch. Und natürlich wird auch die Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen. Beim diesjährigen Treffen steht das Thema Monitoring im Fokus. Zunächst wird Michael Schmolz eine Einführung in das Thema Vogel-Monitoring in Rheinland-Pfalz geben. Im Anschluss daran wird Jürgen Walter über eine 30-jährige Wintererfassung von Großvögeln in der Agrarlandschaft bei Speyer berichten. Den Abschluss bildet ein Vortrag von Hartmut Schader über 40 Jahre Laubfrosch-Monitoring in RLP.

Wie immer findet das Treffen in der Vogelschutzhütte in Hanhofen statt. Beginn ist um 18:00 Uhr. Für das leibliche Wohl (zum Selbstkostenpreis) sorgt in bewährter Manier das Team der Vogelschutzhütte. An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön dafür.

Interessierte herzlich willkommen!

Nähere Informationen – auch zur Anfahrt – finden Sie hier.

Vogel-Monitoring in Rheinland-Pfalz – Mitarbeit erwünscht

Die Vogel-Bestände fest im Blick.  Konzentrierte und konzertierte Erfassungen im Gelände sind die Basis des Vogel-Monitorings (Foto: M. Schmolz)

Die Vogel-Bestände fest im Blick. Konzentrierte und konzertierte Erfassungen im Gelände sind die Basis des Vogel-Monitorings (Foto: M. Schmolz)

Über den Schwund der Artenvielfalt und über die Rückgänge der Bestände vieler Vogelarten wird derzeit viel berichtet. Und für viele Beobachterinnen und Beobachter vor Ort ist dies leider täglich festzustellende Realität. Dennoch werden diese Entwicklungen von motivierter Seite gerne klein geredet oder gar gänzlich geleugnet. Und leider fehlen in der Diskussion dann tatsächlich oft die belastbaren Daten – gerade wenn es um die sogenannten Allerweltsarten geht. Wie steht es also um die Vogelbestände in Rheinland-Pfalz? Sind alle Arten gleichermaßen betroffen? Gibt es Arten, bei denen der Trend in Rheinland-Pfalz vom bundesweiten abweicht?

Die GNOR hat im vergangenen Jahr ein Projekt vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten RLP im Zuge der Aktion Grün bewilligt bekommen, das zum Ziel hat, die für ein nachhaltiges Monitoring notwendigen organisatorischen Strukturen auf- bzw. auszubauen und zu etablieren. Und natürlich  wäre es schön, wenn auch bei der Erfassung der Vogelarten im Gelände schon erste Ergebnisse sichtbar würden. Die Devise lautet also: Mitmachen!

Unser Leiter des Projekts – Dr. Christian Dietzen – hat einige Informationen zu diesem Pilotprojekt zusammengestellt, die Sie hier aufrufen können.

Biotoppflege im NSG Sandgruben am Weilersberg, Heidesheim

Die Exmoor-Ponys brauchen eure Unterstützung. Es müssen noch weitere Gehölze zurückgeschnitten werden. 

Liebe Naturfreundinnen und -freunde,

am Samstag, 2. Februar 2019, ab 9 Uhr, findet die diesjährige Biotoppflege im NSG „Sandgruben am Weilersberg“ statt. Es sind wie in jedem Jahr Entbuschungsarbeiten durchzuführen. Das Material muss aus dem Gebiet herausgeschafft und am Fahrradweg gelagert werden.

Somit sind wieder viele helfende Hände nötig.

Ein Privatmensch hat sich bereiterklärt, über die Biotoppflegearbeiten und das wertvolle Naturschutzgebiet einen Film zu drehen, der dann für verbandseigene Zwecke und als Anreiz für Pflegetätigkeit in der Natur dienen kann. Wer also seine schauspielerischen Talente verwirklichen oder gar als Schauspieler*in entdeckt werden möchte: Hier ist die Gelegenheit! (wer nicht gefilmt werden möchte, darf aber auch mitmachen, das wird natürlich respektiert).

Fahrthinweis: Von Heidesheim gesehen liegt das Gebiet links der L 422; ca. 100 m hinter dem Ortausgangsschild (gegenüber Bahnunterführung) in den Fahrradweg reinfahren, dann entlang der Landstraße Richtung Ingelheim noch rund 200 m.

Sehr nützlich wäre eine Anmeldung unter 06131 671480 oder an mainz@gnor.de, damit wir planen können. 

Herzlichen Gruß

Heinz Hesping

2.2.19 Exkursion zu den Wintergästen im Silberseegebiet

Die Tafelente ist regelmäßiger Wintergast im Silberseegebiet (Foto:M. Schmolz)

Die Tafelente ist regelmäßiger Wintergast im Silberseegebiet (Foto:M. Schmolz)

Der Silbersee und der Roxheimer Altrhein gehören zweifelsohne zu den herausragenden Überwinterungsgebieten für Wasservögel in Rheinland-Pfalz. Beeindruckend sind die großen Mengen an Gänsen, Enten, Blässhühnern und Tauchern, die das Gebiet im Herbst und Winter bevölkern. Es gibt auch immer wieder seltene Gäste – wie zum Beispiel Samtenten oder Zwergsäger – zu bestaunen.

Am Samstag, den 2.2.19, um 10 Uhr bieten BUND und GNOR – u.a. unter der Leitung von Thomas Dolich – in Kooperation mit der VHS Rhein-Pfalz-Kreis eine Exkursion in dieses interessante Gebiet an. Treffpunkt: Bobenheim-Roxheim, Parkplatz an der K 1 am Zugang zum Silbersee. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk empfohlen, wenn vorhanden Fernglas mitbringen.

Ein Poster zu der Veranstaltung finden sie hier.

Vortrag „Artenschutz und Landwirtschaft“ am 11.12.

In unserer Feldflur findet der Feldhase kaum noch Platz zum Leben (Foto: M. Schmolz)

In unserer Feldflur findet der Feldhase kaum noch Platz zum Leben (Foto: M. Schmolz)

In der offenen Kulturlandschaft findet derzeit der größte Verlust an biologischer Vielfalt statt. Ob Rebhuhn, Feldhamster oder Kiebitz – viele Arten der Feldflur befinden sich gerade in einem besorgniserregenden Rückgang. Alleine die Bestände des Kiebitz sind bundesweit seit 1992 um 88 % eingebrochen.

Über die Gründe hierfür und die Auswirkungen wird Ludwig Simon, Artenschutzreferent am Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz, am kommenden Dienstag (11.12.) im Rahmen eines Vortrags „Artenschutz und Landwirtschaft“ referieren. Es handelt sich hierbei um eine gemeinsame Veranstaltung der  Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland- Pfalz (GNOR) und der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft (RNG).

Der Vortrag findet am Dienstag, den 11. Dezember 2018, um 18:30 Uhr, in der Landesgeschäftsstelle der GNOR (Osteinstraße 7-9 in Mainz) statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Spenden wird gebeten.

18.11.: Exkursion an den Altrhein

Der Silberreiher ist regelmäßiger Gast am Eich-Gimbsheimer Altrhein (Foto: M. Schmolz)

Der Silberreiher ist regelmäßiger Gast am Eich-Gimbsheimer Altrhein (Foto: M. Schmolz)

Nachdem bei den Exkursionen an den Altrhein sonst zumeist die Brutvogelwelt im Fokus steht, möchten wir am Sonntag, den 18.11.18, unter fachkundiger Leitung des GNOR-Geschäftsführers Michael Schmolz die spätherbstliche Vogelwelt in diesem einzigartigen Gebiet erkunden. Hier gibt es freilich mehr zu sehen als die für den Herbst typischen Flüge der Krähen. Zum Beispiel darf der Silberreiher, der sich in scharfem Kontrast zu den Krähen in edlem Weiß präsentiert, erwartet werden. Sicherlich sind auch schon einige Wintergäste eingetroffen. Auch ist im Bereich des Eich-Gimbsheimer Altrheins immer mit Raritäten zu rechnen. Selbstverständlich wird auch die neue Renaturierung unter die ornithologische Lupe (also das Spektiv) genommen.

Treffpunkt: 9:30 Uhr, Feuerwehr Eich an der Osthofener Staße, am Beginn des Altrheinerlebnispfades

Dauer: Ca. 2-3 Stunden,

Zweckmäßige Kleidung, festes Schuhwerk und die Mitnahme eines Fernglases werden empfohlen.

Erfolgreiche Herbstagung an der TH Bingen

Der Vorsitzende Heinz Hesping bei seiner Begrüßung (Foto: H. Schanz)

Der Vorsitzende Heinz Hesping bei seiner Begrüßung (Foto: H. Schanz)

Um die einhundert Personen waren unserer Einladung an die TH Bingen gefolgt und haben am Samstag, den 10.11.18, die traditionelle Herbsttagung der GNOR besucht. Den ganzen Tag über standen ausgezeichnete Vorträge auf dem Programm, am frühen Nachmittag außerdem die Mitgliederversammlung der GNOR.

Den Auftakt der Veranstaltung machte ein ausführlicher Einführungsvortrag von Prof. Ragner Kinzelbach, Uni Rostock, über „anthropogen bedingte Faunenveränderungen. Zur Geschichte der ortsfremden Tierarten“ mit vielen interessanten Aspekten. Anschließend stellte Dr. Hans-Günther Bauer von der Vogelwarte Radolfzell – und vielen als Buchautor bekannt – den Wandel in der Avifauna vor. Einen interessanten Zusammenhang, den er – gerade auch im Hinblick auf das Thema Neobiota – vorstellte, war, dass etliche Wasservogelarten am Bodensee ganz entscheidend vom Auftreten von Neozoen, wie der Schwebegarnele oder der Dreikantmuschel, profitiert haben.  Nach einer Kaffee- und Teepause standen Referate über drei große Säugetiere auf dem Programm, nämlich Wolf, Luchs und Biber, denen allen gemein ist, dass sie in Rheinland-Pfalz noch vor wenigen Jahrzehnten als ausgestorben galten, nun aber wieder zur heimischen Fauna gehören oder dies bald werden. Barbara Friemel, Referentin im rheinland-pfälzischen Umweltministerium, stellte dabei das Wolfsmanagement vor, während Sylvia Idelberger von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz die Aussetzung des Luchses thematisierte. Interessant hierbei ist, wie schnell sich die ausgewilderten Luchse bereits im Pfälzerwald eingenischt haben und bereits für Nachwuchs sorgen. Im letzten Beitrag des Vormittags stellte Steffi Venske, Leiterin der Wappenschmiede und des Biberzentrums, die Verbreitung des Bibers in Rheinland-Pfalz, seine Lebensweise und seine „Aktivitäten“ in der Natur dar. Insgesamt erfreulich ist, dass die meisten Konflikte entschärft werden konnten.

Auf der nach der Mittagspause anstehenden Mitgliederversammlung der GNOR wurden zunächst die umfangreichen Tätigkeiten unseres Verbands präsentiert, außerdem einige Regularien abgearbeitet wie Kassenbericht, Bericht der Kassenprüfer und die Entlastung des Vorstands, die ihm einstimmig erteilt wurde. Wichtig war die anschließende Wahl des Schatzmeisters. Da Dr. Dieter Thomas Tietze aus beruflichen Gründen (Stelle in Basel) den Posten des Schatzmeisters im September niedergelegt hatte, wurde eine Neuwahl erforderlich.  Dr. Philipp Reutter, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni Mainz (Institut für Physik der Atmosphäre), kandidierte für dieses wichtige Amt und wurde einstimmig zum neuen Schatzmeister gewählt. Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen viel Erfolg.

Nach der Mitgliederversammlung stellte Holger Hellwig vom Büro plan b den dramatischen Niedergang einer ehemaligen Allerweltsart – ja sogar „Plage“ –  vor: Das Verschwinden des Feldhamsters. Alles mündete in der besorgniserregenden Frage: „Ist der Hamster in Rheinland-Pfalz noch zu retten?“ Fast noch dramatischer stellt sich die Situation einer Vogelart dar, von der wir nicht einmal wissen, ob sie überhaupt noch in Rheinland-Pfalz existiert: Das Westliche Haselhuhn. In seinem Vortrag stellte unser AK-Leiter „Haselhuhn“, Dr. Christian Dietzen, die Art und ihre Lebensweise vor, und vor allem die Nachweismethoden. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Bogen noch einmal zu den Neobiota gespannt, allerdings dieses Mal zu den Neophyten. Holger Hauptlorenz stellte einige – teilweise auch ziemlich unscheinbare und dadurch weitgehend unbekannte – Arten aus dem Gebiet des Pfälzerwalds vor.

Ein ausführlicher Bericht erscheint in der kommenden Ausgabe von GNOR-Info (erscheint etwa April 2019).

Autor: Michael Schmolz

GNORinfo 127 erschienen

Das nächste Heft unserer GNORinfo (Nr. 127) ist erschienen. Die gedruckte Ausgabe geht heute noch per Post auf den Weg zu unseren Leserinnen und Lesern und sie sollte euch in den nächsten Tagen erreichen. In unserem Archiv könnt ihr schonmal einen Blick in das aktuelle Heft werfen. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Liebe Grüße
von eurem Team der Landesgeschäftsstelle

GNOR: Solar-Offensive auf bebauten Flächen

Der Jahrhundert-Sommer mit extremer Dürre hat uns gerade vor Augen geführt, dass der Klimawandel nicht in der Zukunft stattfindet, sondern längst Realität geworden ist. Deshalb fordert die GNOR einen verstärkten Zubau von Solaranlagen auf bereits überbauten und versiegelten Flächen. Keinesfalls darf für die Ausweitung der Photovoltaik „ertragsarmes“Grünland bebaut werden, wie das ein Verordnungsentwurf der Landesregierung vorsieht, da diese Habitate oft Hotspots der Artenvielfalt darstellen. 

Die GNOR hat deshalb in ihrer Stellungnahme den Entwurf zur „Landesverordnung über Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten (Photovoltaik-Freiflächen-Verordnung – PV-FF-VO) in Rheinland-Pfalz“ abgelehnt und diese Ablehnung ausführlich begründet.

Hier lesen Sie die Pressemitteilung der GNOR zum Thema. 

181009_PM_Photovoltaik_GNOR_FINAL

Photovoltaik-Freiflächenanlagen_Stellungnahme_Endfassung 8.10.18