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GNORinfo 124

Liebe GNORianerinnen und GNORianer, 
liebe Naturschutzinteressiert
e,

einige von Ihnen werden wohl schon sehnsüchtig auf das Erscheinen unserer Vereinszeitschrift „GNOR-Info“ warten. Wir können Ihnen sagen: „Das Warten hat ein Ende“. Am vergangenen Donnerstag ist das aktuelle Heft „GNOR-Info 124“ in den Druck gegangen. In hoffentlich ein bis zwei Wochen werden dann unsere Mitglieder auch die gedruckte Ausgabe in Ihrem Briefkasten finden. Es ist wieder gefüllt mit interessanten Beiträgen aus unserer Vereinsarbeit und mit wichtigen Artikeln über aktuelle Naturschutzthemen.

Wer schon einmal einen Blick ins neue Heft (GNOR-Info 124 – Mai 2017) werfen will , der kann dies auf unserer Internetseite unter  www.gnor.de/publikationen/gnor-info/  gerne tun.

An dieser Stelle jedoch auch ein Wort in eigener Sache: Die Verzögerungen bei der Erstellung von GNOR-Info haben ihren Grund auch in der Tatsache, dass die Arbeit an unserem Heft auf immer weniger Schultern ruht. Wir würden uns hier eine deutlich größere Unterstützung durch Sie, die Mitglieder und Interessenten der GNOR, wünschen. Es gibt so viele Themen, über die berichtet werden könnte und sollte. Achten Sie daher auch auf unseren Aufruf im aktuellen Heft. Bei Interesse oder Fragen senden Sie bitte eine Email an gnorinfo@gnor.de. Wir nehmen Sie gerne in den Verteiler für den nächsten Redaktionsschluss auf.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

Mauersegler trudeln erst langsam ein

Das Gros der Mauersegler hat Rheinland-Pfalz noch nicht erreicht (Foto: M. Schmolz)

Obwohl dieses Jahr –wie fast jedes Jahr – die ersten Mauersegler schon sehr früh in Rheinland-Pfalz gesichtet wurden (laut www.ornitho.de gleich mehrere Beobachtungen am 15.4. im Raum Koblenz), ist der große Einflug bisher ausgeblieben. Noch ist es weitgehend ruhig über unseren Dörfern und Städten. Schuld daran ist die vergleichsweise kühle und teilweise nasse Witterung, die kaum für Insektenflug sorgt.

Wir haben zum Thema Ankunft der Mauersegler eine Pressemitteilung verfasst, die sie hier lesen können.

Botanische Exkursion am 19.5. am Rheindeich ENTFÄLLT

Wiesensalbei – eine typische Art der Rheindeiche (Foto: M. Schmolz)

Die für den 19.5.17 (19 Uhr) vorgesehene botanische Exkursion am Rheindeich bei Heidesheim-Heidenfahrt mit Herrn Tschuck muss leider verschoben werden. Dafür bitten wir um Verständnis.

Der Ersatztermin steht allerdings noch nicht fest, wird jedoch hier bekannt gegeben. Auch die in unserem E-Mail-Verteiler enthaltenen Interessenten werden benachrichtigt. Interesse, in diesen Verteiler aufgenommen zu werden? Dann melden Sie sich bitte unter mainz@gnor.de oder unter 06131 / 671480.

GNOR-Exkursion am 4. Mai ins neueste NSG von Mainz

Die Mainzer „Puszta“ – die Wiesen am Layenhof (Foto: M. Schmolz)

Dank der umfangreichen Bemühungen der Mainzer Naturschutzverbände – unter anderem auch der GNOR – ist es gelungen, die Wiesen am Layenhof und Teile des Ober-Olmer Waldes dauerhaft für den Naturschutz zu sichern: Sie wurden im Februar von der SGD Süd als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen und sind somit das jüngste NSG der Stadt. Es handelt sich um den letzten großen zusammenhängenden Grünland-Komplex in Rheinhessen. Viele wertgebende Arten finden hier noch Lebensraum. Wichtige Charakterarten sind beispielsweise Grauammer, Dorngrasmücke und Schwarzkehlchen. Die Flächen sind auch ein bedeutender Rastplatz für durchziehende Vogelarten, sodass mit etwas Glück auch der eine oder andere Durchzügler entdeckt werden kann.

Unter Leitung des GNOR-Geschäftsführers Michael Schmolz, ausgewiesener Ornithologe, und in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtverein Mainz e.V. geht es am 4.5.17 zu einer abendlichen Exkursion in dieses einzigartige Gebiet.

Treffpunkt: 4.5.17, 18:30 Uhr, vor dem neuen Tower (Restaurant „Tower One“, Straße: Am Finther Wald). Dauer: Ca. 2 Stunden. Zweckmäßige Kleidung und falls vorhanden Fernglas mitbringen!

Pestizide: Imkerverband schlägt Alarm

Blühstreifen sind wichtig für heimische Wildbienen und andere Insekten (Foto: M. Schmolz)

Alle Naturschutzverbände warnen seit langem davor, dass ein zunehmender Pestizideinsatz in Landwirtschaft und Hausgärten auch den Wildbienen schadet. Von den Honigbienen ist dies schon länger bekannt. Wildbienen sind möglicherweise sogar noch stärker gefährdet, weil sie häufig spezialisierter und ihre Populationen damit empfindlicher sind.

Wegen des offensichtlichen Rückgangs der Wildbienenpopulationen hat die GNOR deshalb einen Aufruf gestartet, mehr Blühflächen zur Verfügung zu stellen und begrünte Flächen später zu mähen, damit die Blütenflora nicht vorzeitig vernichtet wird bzw. überhaupt erst entsteht.

Unabhängig davon verdichten sich Hinweise und Untersuchungen, dass die durch Pestizide verursachten Schädigungen sowohl bei Honigbienen als auch bei Wildbienen viel größer sind als vermutet.

Zu diesem Thema ging uns eine Pressemitteilung des rheinland-pfälzischen Imkerverbandes zu, die wir wegen ihrer Relevanz nachstehend veröffentlichen.

Pressemitteilung des Imkerverband Rheinland-Pfalz e. V. (IRP) v. 26.4.2017

Großes Interesse an Vogelstimmen-Matinee

von Heinz Hesping

Teilnehmer der Vogelstimmen-Matinee im Lennebergwald / Foto: Gerhard Weitmann

Kalt, aber trotzdem schön war das Wetter am Weißen Sonntag. Zur „Vogelstimmen-Matinee“ mit Michael Schmolz kamen immerhin 38 Personen in den Lennebergwald – die 2 Ziegen, die Gerhard Weitmann mitbrachte, nicht mitgezählt. Die Exkursion bewegte sich vor allem in den besonders interessanten Waldrandbereichen mit hoher Artenvielfalt. Dazu gehört auch der „Uhlerborner Sand“, ein kleines Kalkflugsandgebiet mit einer ganz ähnlichen Vegetation wie im bekannten „Mainzer Sand“: 21 Rote-Liste-Arten ergab eine floristische Kartierung, darunter die Heide-Segge, Kathäuser Nelke, Sandsilberscharte und Schillergras. Auch aus diesem Grund und wegen der sensiblen Waldrandlage wehren sich die Naturschützer gegen das in unmittelbarer Nachbarschaft geplante große Sauna-Wellness-Resort. Michael Schmolz erläuterte in seiner bekannt anschaulichen Art den Teilnehmern alle Vogelarten, deren Stimmen zu hören waren: Mönchsgrasmücke, Meisenarten, Rotkehlchen, Hausrotschwanz, Finken, Spechte – und am Himmel waren Bussarde, Turmfalken und sogar Sperber zu sehen. Durch das Spektiv konnte der Gartenroschwanz lange Zeit genauer in Augenschein genommen werden. Absolute Höhepunkte waren ein Waldkauz, mit dessen Anwesenheit offenbar Eichelhäher nicht einverstanden waren und die ihn deshalb attackierten und zum Gegenangriff herausforderten; und natürlich der Wiedehopf, der sich in seiner ganzen bunten Pracht – wenn auch in einiger Entfernung – den Teilnehmern präsentierte. Alles in allem ein schönes Naturerlebnis, auch wenn Michael Schmolz aufgrund seiner ornithologischen Erfahrung einen deutlichen Rückgang der Vogelpopulationen in den letzten Jahren konstatieren musste. Es wurde deutlich, dass noch viel mehr zur Erhaltung der Natur und der Lebensräume der Arten getan werden muss, beispielsweise mehr Blühstreifen und naturbelassene Flächen sowie späte Mahd. Davon würden vor allem auch die ebenfalls gefährdeten Wildbienen profitieren und mit ihnen viele Vogelarten.

Fotowettbewerb zum Aufruf „Blühende Landschaften für Wildbienen“

Blühstreifen stellen eine große Bereicherung in der Landschaft dar (Foto: M. Schmolz)

Im Rahmen eines Aufrufes für mehr Blühflächen für die heimische Wildbienenpopulation startet die „Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz“ (GNOR) in Verbindung mit der „Stiftung proNatur Rheinland-Pfalz“ einen Fotowettbewerb. Der Fotowettbewerb ist darauf ausgerichtet, Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Beschäftigung mit der Natur anzuregen. Der Wettbewerb ist nicht kommerziell. Er findet im Rahmen der gemeinnützigen Naturschutzarbeit der beiden genannten Organisationen statt.  

Thema des Fotowettbewerbs ist „Bestäuber auf Blüte“. Das Fotomotiv soll Insekten beim Sammeln von Nektar zeigen. Das können also neben den Wildbienen auch Käfer, Fliegen oder Schmetterlinge usw. sein. Auch Honigbienen sind zugelassen.  Ebenfalls alle Arten von Blüten von Blumen, Kräutern, Sträuchern oder Bäumen (auch Obstbäume). Es soll sich sowohl bei den Wildbienen als auch den Pflanzen um einheimische Arten handeln, Fotos exotischer Arten kommen nicht in die Auswertung.

Teilnahmebedingungen:

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Schulklassen
  • Ausgeschlossen sind Berufsfotografen sowie Angestellte und Gremienmitglieder der GNOR

Pro Person kann ein digitales Foto eingereicht werden, pro Schulklasse drei. Namen und Anschriften der Einzelpersonen müssen angegeben sein, bei Schulklassen ein verantwortlicher Lehrer/eine Lehrerin. Ebenfalls eine mindestens ungefähre Ortsbezeichnung, wo das Foto gemacht wurde, sowie das Alter des Fotografen/der Fotografin. Die digitalen Fotos sind einzureichen per Mail unter fotowettbewerb-bluehende-landschaften@gnor.de.

Mindestpixelzahl: 2500 Pixel an der langen Seite

Wichtig: Einsendeschluss ist der 31. August 2017.

Die eingereichten Fotos werden von einer Jury von GNOR und Stiftung proNatur ausgewertet. Es werden Preise zwischen 50 € und 150 € sowie interessante Sachpreise vergeben, getrennt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Die Preisträger erhalten eine Benachrichtigung. Die Preise werden übergeben bei einer Tagung der GNOR oder, falls das nicht möglich ist, auf schriftlichem Wege bzw. Banküberweisung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

GNOR und Stiftung verpflichten sich hiermit, den Datenschutz strikt zu beachten. Persönliche Daten werden nicht an Dritte weitergegeben und nicht für Werbung verwendet. Eine Auswahl der Fotos soll jedoch in einer Ausstellung veröffentlicht werden und in Naturschutzpublikationen der GNOR Eingang finden dürfen. Das Einverständnis hierzu wird vorausgesetzt.

Rückfragen: GNOR-Geschäftsstelle, Osteinstr. 7 – 9, 55118 Mainz,

Tel. 06131/671480

Vogelstimmen-Matinee im Lennebergwald

Das morgendliche Vogelkonzert ist nun bereits in vollem Gange. Es ist jede Menge zu hören und zu genießen an einem Frühlingsmorgen im Lennebergwald und Umgebung. Eine der ersten Geigen spielt die Mönchsgrasmücke (Foto ©Michael Schmolz) – eine begnadete Sängerin. Die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz (GNOR)  lädt ein zu einer „Pirsch“ mit Michael Schmolz, Ornithologe und Vogelstimmenkenner, der die gefiederten Sänger alle beim Namen nennen kann. Die Exkursion findet statt am Sonntag, 23. April 2017, um 9 Uhr. Treffpunkt: Heidesheim-Uhlerborn, Kleiner Parkplatz an der alten Ortslage Uhlerborn am Ende der Lennebergstr. Eine Anmeldung wäre hilfreich. Dauer der Wanderung 2 bis 3 Stunden.

Anfahrtbeschreibung: A 60 Abfahrt Nr. 17 Heidesheim/Budenheim – dann Richtung Budenheim – schon nach ca. 350 m am weißen Häuschen links ab Lennebergstr. – Lennebergstr. durchfahren bis Beginn alte Ortslage Uhlerborn – in der Linkskurve (hinter Schild „Heidesheimer Terrasse“) rechts ab in den Feldweg, dort ist nach wenigen Metern der Parkplatz.

Vom Bahnhof Uhlerborn ist der Treffpunkt in ca. 15 Minuten erreichbar. Am besten vom Bahnhof aus südlich über die Straße, direkt hinter der Häuserzeile nach rechts in den Waldweg, immer an der Häuserzeile entlang, der Weg endet am Treffpunkt-Parkplatz.

Wir haben für Sie hier eine Karte mit dem Treffpunkt vorbereitet.

Wiedehopf und andere Vogelarten kehren früh zurück

Wiedehopf (Foto: Mathias Schäf)

Nachdem schon Anfang Februar ein Schwarzstorch (siehe unten) so früh wie nie zuvor Rheinland-Pfalz erreicht hat, kehren weitere Vogelarten ungewöhnlich früh zu uns zurück. So konnte am 7.3. bereits der erste Wiedehopf in Rheinhessen beobachtet werden und auch die erste Mönchsgrasmücke sang am heutigen Donnerstag (9.3.) in Mainz. 

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung, die hier abrufbar ist.

Schwarzstoch mit Heimweh nach Rheinland-Pfalz

GNOR: Ungewöhnlich frühe Feststellung  

Schwarzstorch - Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf

Schwarzstorch – Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf, www.living-nature.eu

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich bereits am 9.2.17 der erste Schwarzstorch in Rheinland-Pfalz blicken lassen. Er wurde an der Mosel im Bereich des Dreiecks Moseltal (Kreis Trier-Saarburg) im niedrigen Flug gesichtet. „Das ist schon außergewöhnlich früh, der hatte wohl Heimweh nach Rheinland-Pfalz“, kommentiert Michael Schmolz, Vogelkundler und Geschäftsführer der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR) die Beobachtung und ergänzt: „Das ist die früheste Beobachtung, die je in Rheinland-Pfalz gelang. Normalerweise sollten sie um diese Zeit noch in Afrika sein.“ Und dafür hat Schmolz auch handfeste „Beweise“: 2012 wurde ein in Luxemburg erbrüteter Schwarzstorch mit einem Sender versehen, der stündlich die Position des Vogels an einen Satelliten funkte. So konnte nachgewiesen werden, dass „Thibaut“, wie man den Storch dann nannte, in drei aufeinander folgenden Wintern im westlichen Nigeria überwinterte. Dort brach er zum Beispiel 2015 am 14.2. auf. „Das verdeutlicht, wie früh der jetzt gemeldete Storch dran ist“, betont Schmolz. Üblicherweise kann man dann ab Anfang/Mitte März mit durchziehenden und heimkehrenden Schwarzstörchen rechnen. „Doch viele Zugvogelarten reagieren mit Verkürzungen der Zugwege und immer früheren Ankünften auf den Klimawandel“, so der Experte. Warum also weit wegziehen, wenn man auch näher am oder neuerdings sogar im Brutgebiet überwintern kann?

Um den Schwarzstorch muss man sich auch erst einmal keine Sorgen machen, denn die derzeit herrschende milde Witterung ist nach Ansicht der GNOR geeignet, dass er in unseren Gefilden überleben kann. Es sollte aber nicht nochmals länger kalt werden mit Eis und Schnee, denn dann käme der Storch nicht mehr an seine Nahrung heran, die hauptsächlich aus Fischen, aber auch Amphibien und Wirbellosen besteht. Kurze Schlechtwetterperioden wird er aber aller Wahrscheinlichkeit nach überstehen, ist sich Schmolz einigermaßen sicher.

Schwarzstörche brüten vor allem im Norden von Rheinland-Pfalz mit Schwerpunkten in der Eifel und im Ahrgebirge. Sie sind immer noch sehr selten und streng geschützt. Der Bestand in Rheinland-Pfalz wurde 2014 auf ca. 55-70 Paare beziffert. Allerdings breitet sich die Art dank der Schutzbemühungen wieder aus. Sie gilt als windkraftsensibel.

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V.i.S.d.P. und Rückfragen: Michael Schmolz, Tel.: 06131 / 67 14 82,  Mobil: 0160 96824296, michael.schmolz@gnor.de

Foto: Schwarzstorch – Ciconia nigra / Foto: Mathias Schäf

Siehe auch hier