gnor.de Foto: M. Schäf

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1.000 Bäume für den Sand

Der „Sand“ ist ein Dünengebiet in den Gemarkungen Gimbsheim (Kreis Alzey-Worms) und Guntersblum (Kreis Mainz-Bingen). Er ist durch nacheiszeitliche Flugsande des Rheines entstanden. Die leichten Böden waren bis Ende der 1950er Jahre ausschließlich mit Obstbäumen bestanden und ein Brutgebiet vieler wärmeliebender Vogelarten. Für den Spargelanbau wurden nach und nach fast alle Bäume gerodet, bis der Anbau dann in den 90er Jahren an Bedeutung verlor. Jetzt erst wurde es dem Naturschutz möglich, Flächen zu erwerben oder zu pachten. Auf vielen Flächen wurden wieder Streuobstwiesen angelegt. Die GNOR konnte seit 1998 immer wieder Grundstücke im Gebiet erwerben, diese werden seitdem entsprechend naturschutzfachlicher Vorgaben gepflegt.

Duenen-SandlaufkaeferDie steppenartigen Sandflure bieten einer Vielzahl Vögel, Laufkäfern und Pflanzen optimale Lebensbedingungen. Die extensive Nutzung der Naturschutzflächen ist insbesondere für das Schwarzkehlchen, die landesweit gefährdete Grauammer und das Rebhuhn von Vorteil. Der Neuntöter profitiert von den zahlreichen (Groß-)Insekten im Gebiet. Eine Wiederbesiedlung des Gebietes durch den Wiedehopf ist im Rahmen der Klimaerwärmung in den nächsten Jahren zu erwarten.

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Durch den Kauf der Flächen für den Naturschutz wird einerseits die sehr hohe regionale Biodiversität bewahrt, andererseits überregional ein wichtiger Trittstein für die Sandbiotope der nördlichen Oberrheinebene sicher gestellt. Der Arbeitskreis Altrhein der GNOR kümmert sich um die fachgerechte Pflege und Entwicklung der Flächen und leistet so einen wichtigen Beitrag beim Erhalt dieses einzigartigen Lebensraums für sehr seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen.

 

Helfen Sie mit!
Durch Ihre Spende können Flächen zwischen Gimbsheim und Guntersblum angekauft, mit Obstbäumen bepflanzt und entsprechend gepflegt werden – ein wichtiger Beitrag, um eine fast verschwundene, einzigartige Kulturlandschaft zu erhalten! Genauere Informationen finden Sie hier: Flyer_1000 Bäume für den Sand.

Arbeitskreisleiter (Arbeitskreis Altrhein)

Peter Bretzer
Hauptstraße 22
67580 Hamm

Telefon: +49 6246 – 7831
HammerHolzwerkstatt[at]web.de