gnor.de Foto: M. Schäf

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E+E Mittelrhein

Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Nachhaltige Entwicklung xerothermer
Hanglagen am Beispiel des Mittelrheintals“ (kurz: E+E Mittelrhein)

Zur Erhaltung wertvoller Kulturlandschaften fördert das Bundesamt für Naturschutz sogenannte Erprobungs- und Entwicklungsprojekte, bei denen Nutzungs- und Pflegekonzepte mit neuen Verfahrensmethoden des Naturschutzes praktisch umgesetzt werden (nähere Info hier). Als Modellvorhaben erproben und fördern diese Projekte eine naturschutzgerechte Regionalentwicklung und setzen gleichzeitig einen bundesweiten Impuls für Schutz und behutsamen Umgang mit Kulturgut.

Während der Projektlaufzeit von 2001 bis 2005 führte die GNOR auf insgesamt 200 ha Boden entlang des gesamten Oberen und Unteren Mittelrheins verschiedene Maßnahmen zur Erhaltung der einzigartigen Kulturlandschaft durch (nähere Info hier www.ee-mittelrhein.de). Die Hangbereiche wurden teils mit Wein- und Obstbau, teils durch Beweidung mit Kühen, Schafen und Ziegen wiederbelebt und genutzt. Durch Hüteherden an den Hangkanten wurden Biotope vernetzt und wichtige Lebensräume erhalten.

Auf extrem großen Brachflächen im Steilhang setzte die GNOR als neuartige Aktivität die halbwilde Haltung von Weidetieren um (nähere Info hier). Verfallene Trockenmauern wurden instand gesetzt. Wo nur schwer eine Nutzung zu initiieren war, beispielsweise bei der Bewirtschaftung der Steilhänge, wurden durch Marketingkonzepte Anreize kreiert, in der Praxis entwickelt und schließlich erprobt. Gemeinsam mit den Bewohnern, Nutzern und Besuchern der Region realisierten Projektmitarbeiter die einzelnen „Erhaltungsschritte“ und etablierten sie Stück für Stück. Einzelne Maßnahmen konnten z.T. über die Projektlaufzeit hinaus aufrecht erhalten werden.