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INTERREG-Projekts „Gefährdete Tierarten“

Vom Aussterben bedrohte Tierarten im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat (GBR) Pfälzerwald-Nordvogesen

Deutsche und Französische Experten wollen gemeinsam gegen den Rückgang und das Aussterben von Flagschiffarten im Gebiet Pfälzerwald-Nordvogesen vorgehen. Durch dieses Projekt sollen konkrete Schutzmaßnahmen entwickelt und die Zahl der Reproduktionsanlagen zur Wiedereinführung von gefährdeten Arten erhöht werden. Die Vorhaben sollen sowohl außerhalb von Schutzgebieten sowie innerhalb bestimmter Nature-2000-Gebiete angewandt werden. Die von diesem Projekt betroffenen Arten sind der Steinkrebs, der Dunkle und der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling und das Große Mausohr. Für jede dieser bedrohten Arten sind spezifische Maßnahmen vorgesehen.

  1. Flusskrebs: Der Flusskrebs ist laut UICN France (Union internationale pour la conservation de la nature) vom Aussterben bedroht. Durch Wissensaustausch, bspw. über Nachzucht oder der Identifizierung der im Untersuchungsgebiet vorkommenden Krankheiten, soll die Wiedereinführung der Art in gut erhaltende Bachläufe erleichtert werden. Auch die Umsiedlung von reproduktionsbereiten Individuen und die Nachzucht im Aquarium sollen zur Vermehrung der Flusskrebse beitragen. Die genetische Ähnlichkeit der Populationen auf deutscher und französischer Seite, vereinfacht die Zusammenarbeit.
  2. Dunkler und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling: Die Bestände dieser Schmetterlinge sind sowohl auf deutscher und französischer Seite vom UICN France als gefährdet und isoliert eingestuft worden. Um dem Mangel an materiellen und gesetzlichen Schutzmaßnahmen entgegen zu wirken, sollen geeignete Habitate restauriert werden. Des Weiteren wird angestrebt, durch die Restaurierung artgerechter Lebensräume, die Ausbreitung der Individuen zusätzlich zu fördern.
  3. Großes Mausohr: Das Große Mausohr zählt zu den Kulturfolgenden Fledermausarten und ist daher auf großräumige Bauten für die Geburt und Aufzucht seiner Jungtiere angewiesen. Im Rahmen dieses Projektes soll eine bereits in Frankreich erfolgte Bestandsaufnahme zur baulichen Anpassung der Quartiere und Beobachtung der Populationen, um eine Studie im südlichen deutschen GBR ergänzt werden.

Ziel des Projektes ist es ebenfalls, die Öffentlichkeit verstärkt zu sensibilisieren und somit den Erhalt der Arten auch langfristig zu sichern.