Die GNORinfo-Mails finden Sie hier.


9.2.2026 Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren Rheinvertiefung
In unserer Stellungnahme vom 28.10.2022 (Vorab-Beteiligung/Scoping) hatten wir bereits ausführlich dargelegt, dass wir die Sinnhaftigkeit und Angemessenheit des Gesamtprojektes „Rheinvertiefung/Abladeoptimierung“ in Zweifel ziehen. Wir halten diese Bedenken nach wie vor aufrecht.
Unsere Stellungnahme an die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt zum aktuellen Planfeststellungsverfahren „Abladeoptimierung der Fahrrinnen am Mittelrhein“, Teilabschnitt 3 „Jungferngrund“ und „Geisenrücken“ – lesen Sie hier.
Die Stellungnahme zur Rheinvertiefung Teilabschnitt 1 vom 21.1.2026 lesen Sie unter Stellungnahmen.

Unsere Exmoorponys haben ein neues Zuhause
Unsere acht Exmoorponys aus dem Beweidungsprojekt „Halboffene Weidelandschaft Oberdiebach“ sind am 7. Februar in ein anderes Beweidungsprojekt umgezogen. Von nun an betreiben sie Naturschutz in der Döberitzer Heide in Brandenburg.
Foto: H. Becker
Unsere Ponys in ihrer neuen Umgebung in der Döberitzer Heide.

Die neue GNORinfo-Mail ist da: Veranstaltungshinweise 2026

Bericht 2025 zum VSG Ober-Hilbersheimer Plateau
Pünktlich zum Jahresende hat unser Mitglied Hans-Georg Folz seinen Monitoringbericht zum Vogelschutzgebiet Ober-Hilbersheimer Plateau vorgelegt.
Damit liegt von ihm eine 40jährige (1986-2025) Erfassung von Zug- und Rastvögeln des Plateaus vor, die in ihres gleichen sucht!
Den Bericht 2025 finden sie hier.
31.12.2025 Stellungnahme der Naturschutzverbände zum Bau eines Reserveraums für Extremhochwasser in Eich-Guntersblum: Das Vorhaben wird in der vorgelegten abgelehnt. Die Begründung finden Sie hier.
Nachlese
15.11.2025 GNOR-Herbsttagung zum Thema
„Auswilderung und Wiederansiedlung gefährdeter Arten“
– Zahl der Teilnehmenden spiegelt Bedeutung des Themas wider –




Die Herbsttagung der Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie in Rheinland-Pfalz (GNOR) fand am gestrigen Samstag, dem 15.11.2025, im Naturhistorischen Museum in Mainz statt.
Die Biodiversitätskrise ist neben der Klimakrise eine der bedeutendsten Herausforderungen unserer Zeit. Daher ist Artenvielfalt eines der Kernthemen des Naturschutzes und zu ihrem Erhalt können auch Auswilderung und Wiederansiedlung gefährdeter heimischer Arten dienen. Diese Projekte sind aber nicht immer unumstritten – die Beachtung naturschutzfachlicher Aspekte wie z.B. die Herkunft der auszuwildernden Individuen sind von zentraler Bedeutung. Es besteht also Informations- und Diskussionsbedarf und der Vortragssaal war dementsprechend voll besetzt.
In seinem Grußwort wies Dr. Erwin Manz, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz, auf die veränderte Bedeutung der Maßnahmen hin: „Die Themen Auswilderung und Wiederansiedlung waren in den 1980er-Jahren unter Naturschützern Tabuthemen. Dies hat sich geändert, da sich die Situation aufgrund der Biodiversitätskrise verschärft hat. Zur Bestandsstützung und zum Arterhalt können diese Maßnahmen unter Einhaltung der IUCN-Richtlinien probate Mittel sein.“ Er bedankte sich bei der GNOR für ihren Beitrag zum Artenschutz und für ihre verschiedenen Monitoringprogramme, wie die Projekte Vogelmonitoring, ADEBAR 2 und Kiebitz, die vom Umweltministerium gefördert werden und wies auf das dabei wichtige Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt hin.
GNOR-Präsidentin Dr. Andrea Tappert bedankte sich bei ihm und den anwesenden Umweltbehörden und -verbänden für ihr Interesse an der Tagung und für die gute Zusammenarbeit. Im Weiteren betonte sie: „Wir denken bei `Wiederansiedlung` häufig nur an Tiere. Dabei spielt auch bei der Bepflanzung von z.B. Deichen, Ruderal- und Ausgleichsflächen die richtige Artenwahl und damit die Wiederansiedlung von vormals vertretenen Pflanzenarten eine entscheidende Rolle für den Erhalt der Artendiversität.“
Die eingeladenen Referierenden stellten sehr unterschiedliche Beispiele und Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz vor. Frau Dr. Sandra Balzer, Leiterin des Fachgebiets Zoologischer Artenschutz beim Bundesamt für Naturschutz in Bonn, präsentierte in ihrem Vortrag „Grundlagen für die Wiederansiedlung von Arten im Naturschutz“ die übergeordneten Zusammenhänge und die Bedeutung der IUCN-Richtlinien. Anschließend referierten Fachleute über folgende Themen:
Die Auswilderung der Europäischen Sumpfschildkröte in Rheinland-Pfalz
(Ann-Sybil Kuckuk, Naturschutzreferentin des NABU Rheinland-Pfalz)
Aufzucht und Auswilderung von Kiebitzen in Rheinland-Pfalz
(Gerardo Unger Lafourcade, Leiter des Kiebitzschutzprojektes der GNOR)
Restitution von Lebensräumen und Wiederansiedlung von Pflanzenarten im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen und Biotop-Neuanlagen
(Franz-Otto Brauner, Ingenieurbüro für Landschaftsplanung in Worms sowie Naturschutzfachbetrieb zur Wiederherstellung und Pflege von Biotopen)
Botanischer Artenschutz – Maßnahmen und Herausforderungen
(Axel Schönhofer, Leiter der Sammlung und Forschung am NHM Mainz; Berater im Projekt „Ackerwildkrautschutz“ und Mitarbeiter im Projekt „Wildpflanzenschutz Deutschland“)
Aussetzen von Amphibien als Naturschutzmaßnahme- Letzte Chance oder blinder Aktionismus?
(Hartmut Schader, Amphibienexperte, Leiter verschiedener Amphibienprojekte, u.a. Moor- und Laubfroschprojekt der GNOR)
Die Tagung in Mainz zeigte einmal mehr, dass die GNOR nicht nur mit ihren verschiedenen Monitoring-Aktivitäten einen wesentlichen Beitrag zur Grundlage für den Arten- und Naturschutz leistet, sondern auch die praktische Umsetzung im Blick behält.
Im Rahmen der an die Tagung anschließenden Mitgliederversammlung wurden Dr. Andrea Tappert (Präsidentin) und Thomas Dolich (Vizepräsident) für drei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt, die GNOR-Beiräte wurden für zwei weitere Jahre gewählt.
Oktober 2025: GNORinfo-Mail 2025/4: Wenn Tiere stören.
GNOR-WhatsApp-Kanal
Wir haben seit Juli einen WhatsApp-Kanal! Hierüber werden in Zukunft z.B. neuste Informationen, Termine, Exkursionen und andere Veranstaltungen im Bereich Naturschutz, Ornithologie, Faunistik und Floristik bekannt gemacht. Ihr könnt den Kanal gerne per Klick auf den nachfolgenden Link oder durch Scannen des BarCodes abonnieren! Weiterleitung erwünscht!
https://www.whatsapp.com/channel/0029VbB7YeGD38CWzShmVc2G

Übergabe Förderbescheid für ADEBAR 2


Am 21.7.2025 wurde der GNOR offiziell der Förderbescheid für das neue ADEBAR-Projekt übergeben. Frau Ministerin Katrin Eder persönlich hat die Übergabe an unseren Vizepräsidenten Thomas Dolich im Rahmen eines Besuches in der Sandgrube der Fa. Klausing in Eisenberg vorgenommen, wo sie Bienenfresser und Uferschwalben live erleben und sich über deren Bestandssituation informieren konnte. Lesen Sie mehr dazu in der Pressemitteilung des MKUEMs: Förderbescheidübergabe ADEBAR.
Aktuelle Entwicklungen zum Thema Saatkrähe finden Sie hier: Saatkrähe
Meldeaufruf Wiesenweihe in Rheinland Pfalz März 2025
Mitmachen und schützen!

Die Wiesenweihe (Circus pygargus) ist in Rheinland-Pfalz ein sehr seltener Brutvogel und vom Aussterben bedroht. Ihre Nester baut sie fast ausschließlich in verschiedene Wintergetreidearten, da diese im Frühjahr bereits eine geeignete Wuchshöhe erreicht haben und somit ausreichend Deckung bieten. Die Jungenaufzucht der Wiesenweihen erstreckt sich bis in die Erntezeit hinein, weshalb die Jungen durch den Mähdrescher einer tödlichen Gefahr ausgesetzt sind. Ohne das rechtzeitige Auffinden und Schützen der Nester haben die Jungvögel kaum eine Überlebenschance. Etwa ab Mitte/Ende April kommen die ersten Wiesenweihen aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück. Ab diesem Zeitpunkt lohnt es sich, auf geeigneten Acker- sowie Brachflächen Ausschau nach diesem seltenen Greifvogel zu halten. Aber auch erst im Juni entdeckte Nester mit bereits geschlüpften Küken können und sollten noch geschützt werden. Bevorzugt besiedelt werden offene, mit Gehölzen leicht strukturierte Feldflure mit Wintergetreideanteil. Zurückliegende Bruten der letzten Jahre fanden vornehmlich im Nordpfälzer Bergland statt. Es könnten aber auch auf anderen geeigneten Ackerflächen in ganz RLP Brutversuche unternommen werden. Der mittelgroße Greifvogel kann eine Flügelspannweite von etwa 100 bis 115 cm erreichen. Auffällig ist auch sein gaukelnder Jagdflug dicht über dem Gelände. Die Männchen sind durch ihr graues Federkleid und ihre kontrastreiche Flügelzeichnung eine auffällige Erscheinung.
Beobachten Sie balzende Vögel oder sogar Beuteübergaben in der Luft, kann dies auf ein Brutrevier hindeuten. Auch Wiesenweihen, die Beute oder Nistmaterial tragen, könnten einen Hinweis auf eine Brut sein. Konnten Sie eine Wiesenweihe beobachten, dann melden Sie es bitte bei ornitho.de oder über artenfinder.rlp.de, ggf. auch per E-Mail an wiesenweihe.rlp@gmail.com . Machen Sie Ihre Angaben bei einer Meldung so genau wie möglich. Danach kann eine gezielte Suche nach dem eigentlichen Nistplatz und dessen Schutz eingeleitet werden. Bei einer Schutzmaßnahme wird um das Nest ein Schutzgatter von 2 × 2 m aufgestellt. Dies dient vorrangig zur Abwehr von Prädatoren. Als zweiter Schritt wird eine Fläche von 50 × 50 m um das Nest markiert, die bei der Ernte ausgespart wird. Direkt nach der Ernte kann diese Restfläche zusätzlich mit einem Elektrozaun gesichert werden. Die Schutzmaßnahmen um die Nester werden im Einvernehmen mit dem Bewirtschafter geplant und durchgeführt, ein Ernteausfall inkl. Mehraufwendungen werden über das Artenhilfsprogramm „Gefährdete Bodenbrüter“ vom Land Rheinland-Pfalz entschädigt.
Wir bitten Sie um Mithilfe bei der Suche und hoffen auf Ihre Unterstützung beim Schutz dieser sehr stark bedrohten Vogelart.
Dieser Meldeaufruf wird unterstützt von: GNOR – Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie e. V. / POLLICHIA – Verein für Naturforschung, Naturschutz und Umweltbildung e. V. / ARTENFINDER Rheinland-Pfalz

Zwillingskrise: Positionspapier zur Biodiversitäts- und Klimakrise
24.2.2025
Auch die GNOR unterstützt die Position der Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (PGFW) zu dieser gesamtgesellschaftlichen Herausforderung. Weiter lesen.

Monitoringbericht 2024 für VSG Ober-Hilbersheimer-Plateau von H.-G. Folz vorgelegt (Januar 2025)
ZURÜCKLIEGENDES

26.10.2024: 1. Vogelmonitoring-Kartierertreffen RLP
Am Samstag fand in Lambrecht in der Pfalzakademie das erste Kartierer- und Kartiererinnentreffen des Vogelmonitorings in Rheinland-Pfalz statt. Knapp 60 Aktive kamen, um sich auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und folgende Vorträge zu hören:
- 20 Jahre Monitoring häufiger Brutvögel (Martin von Roeder, GNOR)
- Das Ehrenamtliche Vogelmonitoring und die Staatliche Vogelschutzwarte (Christian Dietzen, LfU RLP)
- Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen (Ulrich Diehl, Biosphärenakademie)
- Sperlingskauz im Pfälzerwald (Uwe Groh, OAG Westpfalz)
- neues Modul im MsB 2024: Ziegenmelker (Melanie Wagner, GNOR)
Vielen Dank an die Referenten, aber auch an die Teilnehmenden! Ein solches Treffen soll nun möglichst jährlich in einer jeweils anderen Region in Rheinland-Pfalz stattfinden.

22.8. + 3.9.2024
Stellungnahme zur Allgemeinverfügung „Schutzanordnung zum Schutz der Brut-, Zug- und Rastvogelarten im Naturschutzgebiet Fulder Aue- Ilmen Aue! vom 23.7.2024.
und Pressemitteilung zur Aussetzung des sofortigen Vollzugs eben dieser Allgemeinverfügung: Die Natur verliert für den Freizeitspaß einiger weniger.

7. + 13.8.2024
Stellungnahme und Pressemitteilung zum Baugebiet Johannisstr./Kirche Bingen-Büdesheim
Baugebiet nicht mit Naturschutz vereinbar
GNOR spricht sich gegen Baugebiet aus / Wiedehopf-Habitat und hochwertige Biotope sind betroffen

29.7.2024
Zum Tod von Willi Matthes
Unser Ehrenmitglied Willi Matthes ist im Alter von 96 Jahren verstorben. Wir trauern um einen engagierten Naturschützer und GNORianer. In seinem persönliche Nachruf verleiht Dr. rer. rat. habil. Manfred Niehuis der Wertschätzung der gesamten GNOR Ausdruck. Willi Matthes war seit 1977 Mitglied und seit 1993 Ehrenmitglied der GNOR, Nachruf
Foto: W. Matthes April 2003, Archiv W. Matthes

26.6.2024
Würdigung von Prof. Dr. Klaus Töpfer
von Ludwig Simon und Heinz Hesping
Am 8.6.2024 verstarb Prof. Klaus Töpfer und mit ihm ein großer Naturschützer, der der GNOR immer sehr verbunden war. Hier eine Würdigung seiner Verdienste.
Siehe auch GNORinfo 125.
Foto: Prof. Dr. Klaus Töpfer bei seiner Festrede zum 40jährigen Jubiläum der GNOR 2017.
Foto von M. Schmolz
2.5.2024 Ein Triel im Kartoffelacker
Am 2. Mai 2024 hat unser Mitglied Donata Laux eine unerwartete Entdeckung gemacht: Ein Triel in einem Kartoffelacker bei Rödersheim.
Lesen Sie hier ihren Bericht zu dieser ungewöhnlichen Beobachtung.


Wenn der Triel dem Kiebitz die Show stiehlt… Triel (Burhinus oedicnemus)
Entdeckung in der Pfalz am 02. Mai 2024 von Donata Laux
Eigentlich war ich Anfang Mai 2024 auf Kiebitz-Suche bei Rödersheim, in einem Gebiet in der Pfalz, in dem ich letztes Jahr einige Gelege gefunden und markiert hatte. Leider konnte ich dort wie auch in den Wochen zuvor keine Kiebitze entdecken und machte mich daher noch schnell vor dem drohenden Gewitter auf, um mich in der Gegend um Gönnheim, wo mehrere Bruten unter Netzschutzkörben stattfanden, mit Kiebitz-Beobachtungen zu trösten. Dies gelang auch. Vom Auto aus fuhr ich die Strecke ab und konnte einige Kiebitze auf den Gelegen sitzen sehen. Die Kiebitze dort sind Autos und Traktoren der Feldarbeiter gewohnt, daher kann man vom Auto heraus sehr gut beobachten, ohne die Vögel aufzuschrecken. Sogar eine führende Mutter mit drei Pulli, die in einer Pfütze zwischen den Kartoffelpflanzen nach Nahrung suchten, konnte ich entdecken und mit meinem Handy filmen. Durchs Fernglas konnte ich die winzigen Geschöpfe dann noch besser beobachten. Nur ein paar Meter weiter schaute plötzlich ein Kopf eines etwa hühnergroßen Vogels aus den Kartoffeln. Ich hatte keine Ahnung, welche Art das sein konnte – aber als Hobby Ornithologin kommt das leider öfter vor, dass ich einen Vogel nicht kenne! Ich fotografierte ihn daher schnell, um die Art hinterher bestimmen zu können. Das Tier tat mir dann den Gefallen und trat aus der Deckung heraus. Mir war klar – diese Art hatte ich noch nie gesehen. Ich filmte und fotografierte mit meinem Handy, so gut es ging – aber die Lichtverhältnisse waren aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und dem nahenden Unwetter leider nicht besonders gut. Da ich unbedingt wissen wollte, um was es sich hier handelte, sandte ich sofort an meine Bekannte Tanja Kärcher, die hier in der Region Großartiges im Ehrenamt für Kiebitze, Rebhühner & Co. leistet und sich sehr gut auskennt, ein Foto. Aber selbst sie war sich nicht sicher, dachte zwar bereits an einen Triel, hatte diese Idee aber sofort verworfen, weil dieser hier in unserer Gegend ja eigentlich nicht vorkommt. Sie gab mir den Tipp, das Foto in unserer WhatsApp-Gruppe für Kiebitze einzustellen. Keine 30 Sekunden, nachdem ich das Foto und einen kurzen Video-Clip in die Gruppe mit der Frage „Weiß jemand, was das ist? Gelbe Beine“ gestellt hatte, meldete sich Gerardo Unger Lafourcade von der GNOR mit „Ein Triel“, „das ist richtig selten!“ und Kurt Belzer (ebenfalls GNOR) schloss sich mit „Wow, Glückwunsch. Das ist ziemlich der Hammer“ an. Tanja schaute gleich in der Ornitho.de-Datenbank nach, der Triel wurde dort dieses Jahr nur ca. 10 x in Niedersachsen gemeldet, das wars. So blieb ich noch ca eine halbe Stunde im Auto sitzen und beobachte „meinen“ Triel, der eigentlich nur vor den Kartoffeln rumstand und gelangweilt in die Gegend schaute. Als dann der Regen einsetzte, begann er sein Gefieder zu putzen, blieb aber weiterhin an Ort und Stelle stehen. Der Gewitterregen wurde dann allerdings so stark, dass die Sicht unmöglich wurde und ich nach Hause fuhr. Regionalkoordinator Volker Schmidt und Tanja sind etwas später dann nochmals mit der Wärmebildkamera zum Acker gefahren, um meine Beobachtung zu verifizieren. Mit besserer Optik ausgestattet, sind dann auch noch schöne Fotos des Triels entstanden. Danke dafür! Zugegeben: Ich musste zuhause erst mal googeln, wie selten der Triel tatsächlich ist. Das hat mich dann aber sehr beeindruckt, dass in ganz Rheinland-Pfalz in den letzten 200 Jahren nur 23 Nachweise geführt wurden! Und mir läuft so eine Rarität vor die Linse! Was für ein Glück. So zeigt es sich, dass es sich immer wieder lohnt, aufmerksam durch die Natur zu gehen und neugierig zu bleiben. Und wie phantastisch, dass durch die prompte Unterstützung durch mehrere erfahrene Ornithologen diese Art für 2024 in der Pfalz nachgewiesen ist. Ich bin sehr dankbar, diese wertvolle Beobachtung gemacht zu haben.
Donata Laux, Wachenheim an der Weinstraße.
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